Berlin, Berlin

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Nach der Präsentation vor der hochkarätig besetzten Jury war uns die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

Was für Tage in Berlin! Zusammen mit meiner Kollegin Christine Vinca-Schmidt ging es am Dienstag gen Hauptstadt. Vor einer hochkarätig besetzten Jury, bestehend aus den wichtigsten Kommunikationsköpfen Deutschlands, wollten wir unseren GGS-Spot präsentieren. Es ging um den Deutschen Preis für Onlinekommunikation. In der Kategorie „Imagefilm im Netz“ waren wir nominiert.

Leider gab es bis zur Präsentation noch einige Steine aus dem Weg zu räumen. Um die Jury zu überzeugen, hatten wir uns folgendes Szenario ausgemalt: Während wir beide die Präsentation halten, sollte unser Spot-Gorilla die Jury versuchen aus der Ruhe zu bringen. Er sollte mit ihnen flirten, sie von hinten mit Gorilla-Tönen irritieren oder einfach um sie herum hüpfen. Dezent, ohne wirklich zu stören. Eine ganz schön haarige Aufgabe – im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Problem: Bis zum Dienstag war es uns nicht gelungen, einen Gorilla zu finden. Oder besser: der Gorilla war da, aber derjenige, der ihn mit Leben erfüllt und ins entsprechende Kostüm schlüpft fehlte. Wir hatten Schauspieler angeschrieben, denen die Vorstellung, anonym im Gorilla-Kostüm zu arbeiten, offenbar nicht gefiel. Bekannte hingegen waren nicht extrovertiert genug für diese Aufgabe oder schlicht einfach zu klein. Schließlich forderte das Kostüm eine natürliche Beschränkung. Der Gorilla-Darsteller durfte nicht größer als 1,75 Meter sein.

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Letzte Vorbereitungen vor der Präsentation im Quadriga Forum Berlin (v.l.): GGS-Mitarbeiterin Christine Vinca-Schmidt und Simon Hollay und Andreas Kröneck von der Heilbronner Agentur Magmell.

Also glühten bei uns am Dienstag noch die Telefondrähte. Bekannte in Berlin wurden angerufen und in die Spur geschickt. Am Ende hatten wir unseren Gorilla: einen Berliner Studenten, der mit einem ehemaligen Klassenkamerad von mir zusammenwohnt. Der Mittwoch konnte kommen.

Head of Web Communications bei Daimler, Manager Corporate Communications bei Facebook Deutschland, Leiter Pressestelle Vodafone und Vice President Corporate Communications Sky Deutschland – so besetzt war allein die Jury, die an diesem Tag über den besten „Imagefilm im Netz“ und damit über unseren Spot und unsere Präsentation entscheiden sollte. Ganz zu schweigen von den 29 anderen Jurymitgliedern, die in weiteren Kategorien entschieden. Wir waren aufgeregt. Das kann man sagen.

Um 13.15 Uhr ging die Tür zum Juryraum auf und wir traten – samt Gorilla – ein. Ein kurzes Erschrecken von einigen Jurymitgliedern und dann lief alles glatt. Unser Gorilla zog durch den Raum und wir präsentierten auf sympathische Weise den Spot, lösten dann am Ende die Situation auf mit den Worten: „wenn Sie jetzt das Gefühl haben, dass Sie die Situation nicht gemastert haben, dann wissen Sie ja, wo sie uns finden.“ Das gab Tischklopfer.

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Die Preisverleihung fand im Kino International statt.

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Dass es am Abend bei der Preisverleihung im Kino International dann doch nicht gereicht hat, ist da nur Nebensache. Es tröstet, dass der Gewinner, die ETH Zürich, für das gesamte Wissenschaftsprojekt, für das deren Spot (inklusive Antarktis-Bildern) gedreht wurde, einen neun!stelligen Betrag zur Verfügung hatte. Da konnten wir nicht annähernd mithalten. Und ehrlich muss ich auch sein: Der Spot ist wirklich gut.

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Die Nominierten wurden bei der Gala im Berliner Kino International auf der Leinwand präsentiert.

Aber wir sind stolz: Der Name der GGS auf einer riesengroßen Leinwand in einem Raum, wo rund 400 der wichtigsten Köpfe der Onlinekommunikation sitzen: Das hat was. Und den Ruf als, „die mit dem Gorilla“, hatten wir an dem Abend ohnehin weg…

Nächstes Jahr gern wieder, dann vielleicht mit einer größeren Kampagne.

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