GGS Studienreise 2013 – Mission(s) accomplished

Im Pilanesberge National Park.

Im Pilanesberge National Park.

Vier Wochen nach unserer Südafrika-Studienreise sind alle 58 Teilnehmer, darunter das sechsköpfige Organisations- und Betreuerteam, zurück in heimischen Gefilden. Zum Nachbereitungsseminar haben wir uns nun wieder an der GGS getroffen. Eine gute Gelegenheit, einen Dank auszusprechen und aus Sicht der GGS zurück und damit auch nach vorne zu blicken.

Vorweg gesagt: Unsere vielfältigen Ziele haben wir Dank der Mitwirkung vieler involvierter und motivierter Menschen erreicht. Dazu zähle ich insbesondere

  • die zahlreichen Hochschul- und Unternehmensvertreter, die unsere Delegation(en) herzlich empfingen und eine hervorragende Plattform für den Dialog boten
  • die Agenturvertreter, die vor Ort dafür sorgten, dass alles reibungslos über die Bühne lief
  • das Orga-Team um Constanze, Chris, Alexandra, Jan und mir, das eine super Teamperformance zeigte und damit den Teamspirit auf unsere Studierenden übertrug, und nicht zuletzt
  • die Studierenden, die während der Reise trotz eines durchaus herausfordernden Programms immer super drauf waren und sich erstklassig eingebracht haben, auch bei für die GGS wertvollen Momenten.

Warum Südafrika?

Die Studienreise wurde erstmals 2009 durchgeführt. Die Jungfernfahrt führte uns in die USA, anschließend folgten Reisen in die BRICS-Staaten China (2010), Brasilien (2011), Indien (2012). Unter dem Motto „Cultural Encounters: Understanding the economic environment of South African enterprises“ ging es 2013 nach Südafrika. Das von großen Unterschieden geprägte aber auch faszinierende Land zählt seit 2011 zu den BRICS-Staaten und ist der wirtschaftliche Motor des afrikanischen Kontinents.

Als starker Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit war und ist Südafrika für deutsche Unternehmen und somit auch für unsere Studierenden ein attraktiver und chancenreicher Markt. Zusätzlich hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Kooperation mit dem Partnerministerium das Deutsch-Südafrikanische Jahr der Wissenschaft 2012/2013 ausgerufen mit dem Ziel, den Austausch und die Bildung neuer Partnerschaften zu intensivieren. Darüber hinaus konnten wir mit GGS-Gastprofessor Jan Doppegieter einen versierten Süd-Afrika Experten gewinnen, der über langjährige Verbindungen zu Südafrika verfügt. Viele gute Gründe also, Südafrika als Ziel unserer diesjährigen Reise auszuwählen.

Das akademische Curriculum

Die Studienreise haben wir mit Unterstützung der Dieter Schwarz Stiftung exklusiv für unsere Studierenden entwickelt, um einerseits die Mobilität der Studierenden zu erhöhen und andererseits den interdisziplinären Austausch zu intensivieren. Seit 2013 ist die Studienreise nicht nur ein Add-On zum GGS-Studium, sondern auch Bestandteil einzelner Studiengänge der GGS. Demnach können und sollen studentische Teilnehmer ECTS-Credits erwerben, die sie für ihre jeweiligen Studiengänge anrechnen lassen können.

Erstmals entwickelten wir für unsere Südafrika-Reise somit ein akademisches Curriculum, welches Studienleistungen wie Präsentationen, Assignments zu beispielsweise politischen, ökonomischen oder juristischen Themen oder gar die Vorbereitung von Echtprojekten (sog. „Live Cases“) bei Unternehmen wie IBM oder Octagon Sportsmarketing beinhaltete.

Die Studienreise in ein akademisches Format zu transformieren war bei der Konzeption wahrlich die größte Herausforderung. Das Rahmenprogramm war mit Hochschul- und Unternehmensbesuchen, touristischen Destinationen und nicht zuletzt Präsentationen unserer Studierenden entsprechend prall gefüllt. Ein Kraftakt. Die Erfahrung zeigt uns jedoch, und das wird uns durch das tolle Feedback unserer Studierenden bestätigt, dass wir auf einem sehr guten Weg sind.

Die Rolle der Studienreise im Internationalisierungsprozess der GGS

Darüber hinaus nutzten wir die Studienreise im Rahmen unserer Internationalisierungsstrategie erstmalig als Vehikel zur Partnerschaftsanbahnung mit internationalen Top Business Schools. Integraler Bestandteil der Studienreise waren daher die Besuche der Stellenbosch University und der University of the Witwatersrand, Wits Business School (WBS). Im Vorfeld und während der Studienreise führten wir bilaterale Gespräche mit der WBS zur Forcierung einer internationalen Partnerschaft. Die WBS gehört zu den „Big Five“ der südafrikanischen Hochschulen, verfügt über internationales Renommee und ist regelmäßig in den einschlägigen internationalen Hochschulrankings vertreten. Mit einer Kooperation mit der WBS versprechen wir uns eine nachhaltige internationale Partnerschaft, die Mobilitätsaktivitäten aller Hochschulangehörigen, und insbesondere von Studierenden, auf partnerschaftlicher Basis vorsieht. Die Studienreise wurde zudem erstmalig aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) finanziert.

Touristisches Rahmenprogramm

Natürlich kamen wir bei allen akademischen und organisatorischen Erneuerungen aber auch touristisch auf unsere Kosten. In Kapstadt besuchten wir den Tafelberg und Robben Island, der Ort, wo Nelson Mandela im Gefängnis saß, und führten eine Tour durch ein Township durch. In Johannesburg legten wir unseren Fokus auf die Unternehmensbesuche. Besuche bei IBM oder Octagon und KPMG, Voith Turbo oder beim Constitutional Court standen zur Auswahl. In der Heimat der „Big Five“, der fünf größten Säugetiere in Südafrika, durfte auch ein Besuch inkl. Safari im Pilanesberg-Nationalpark in der Nähe von Johannesburg nicht fehlen.

Fazit

Trotz des stolzen Programms haben wir darauf geachtet, den interdisziplinären Austausch zwischen unseren Studierenden aller Studiengänge, Professoren und Mitarbeitern zu stärken und den GGS Community Gedanke zu intensivieren. Und das ist uns, davon bin ich überzeugt, hervorragend gelungen. Gerne erinnere ich mich zum Beispiel zurück an unseren Besuch im „Manhatten“ in Johannesburg. Unvergessen bleibt nicht nur die super Stimmung unter den Tanzwütigen, sondern auch die Rückfahrt, bei der die GGS-Nachtschwärmer so manche bekannte Songs anstimmten. Auch der Abend im Weingut Simonsig bleibt unvergessen. Die Drum-Session im Pilanesberg-Nationalpark oder Kofi’s Entertainment-Auftritt bei der Wits Business School runden die Liste so mancher Erinnerungen ab. Es war schön zu sehen, wie das GGS-Team in kurzer Zeit zusammengewachsen ist und all die Erfahrungen gemeinsam erlebt hat. Zudem haben wir ein akademisches Curriculum eingeführt und konnten die Studienreise erfolgreich nutzen, mit Top Business Schools in den Dialog zu kommen, um nachhaltige Partnerschaften zu initiieren. Auf das Erreichte sind wir sehr stolz.

Ausblick

Das Feedback unserer Studierenden ist ausgewertet, die teilweise sehr guten Vorschläge werden bei den zukünftigen Studienreisen berücksichtigt. Auch wir wollen uns schließlich stetig weiterentwickeln. Folgt man der BRICS-Staaten Logik bei der bisherigen Auswahl der Destinationen, fällt auf, das „R“ fehlt noch. Inwiefern es wirklich das „R“ sein wird, kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen. Vielleicht kommt es ja doch anders? Wir werden sehen. Klar ist in jedem Fall: Unser Ziel ist es, unseren Studierenden erneut eine Studienreise und damit ein unvergessliches Erlebnis mit vielen tollen Momenten anzubieten. Wann und wo die nächste Studienreise stattfindet, werden wir noch verkünden. Jetzt gilt es erst einmal, die vielen schönen Erinnerungen Revue passieren zu lassen.

 

Dieser Beitrag wurde unter Freizeit, Kommilitonen und Kollegen, Studium, Über die GGS veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.