Product development auf akademisch

Für produzierende Unternehmen ist die Produktentwicklung eine völlig selbstverständliche Angelegenheit, um die sich eigene Abteilungen kümmern. Da werden zunächst sinnvolle Marktstudien durchgeführt, Konsumenten befragt und anschließend wird ein großartiges, zukunftsträchtiges Produkt entwickelt, das hoffentlich zum Topseller avanciert.

An einer Hochschule ist das ein wenig anders, insbesondere wenn sich die Hochschule in privater Trägerschaft befindet und nicht „systemakkreditiert“ ist, und: Da ist es schon. Das Wort „akkreditiert“.

Denn um die „Akkreditierung“ dreht sich alles, sobald sich eine Hochschule wie die GGS mit der Entwicklung neuer Studienprogramme befasst. Da werden selbstverständlich zunächst, ganz wie bei anderen Dienstleistungsunternehmen, sinnvolle Marktstudien durchgeführt und die Zielgruppe befragt. Doch anschließend dürfen nicht die besten Ingenieure oder Akademiker das (in ihren Augen)  beste Studienprogramm aller Zeiten entwickeln, sondern vor allem eines: Das den kritischen (und nicht gerade unbürokratischen) Blicken einer Akkreditierungskommission standhält.

Auch das war eine Herausforderung: Das neue M.Sc. Programm richtet sich an B.A. Absolventen ohne Berufserfahrung - quasi alle Akademiker ab 21. Um diese neue Zielgruppe anzusprechen, musste auch neues Bildmaterial für Web und Broschüre mit deutlich jüngeren Gesichtern erstellt werden.

Auch das war eine Herausforderung: Das neue M.Sc. Programm richtet sich an B.A. Absolventen ohne Berufserfahrung – quasi alle Akademiker ab 21. Um diese neue Zielgruppe anzusprechen, musste auch neues Bildmaterial für Web und Broschüre mit deutlich jüngeren Gesichtern erstellt werden.

Akkreditierungsagenturen (die wiederum vom Akkreditierungsrat eingesetzt werden) sind quasi der „TÜV“ für Studienprogramme. Es gilt, eine Vielzahl von Merkmalen einerseits vorzuweisen, Mindestanforderungen nach Möglichkeit zu übertreffen und  sich durch innovative Aspekte aus der Anbietermenge hervorzutun. Um nur einige Qualitätsmerkmale zu nennen: Studierbarkeit, Employability, Internationalität, Wissenschaftlichkeit.

Selbstverständlich kann die Einhaltung dieser Gütekriterien gegenüber der Kommission nicht nur in einem lockeren Gespräch vermittelt werden – im Gegenteil. Hier schlägt der bürokratische Akt voll zu Buche und erfordert einerseits eine rund hundertseitige Dokumentation der Bemühungen, Absichten, Rahmenprüfungs- und Studienordnungen. Es erfolgt aber auch der höchstpersönliche Besuch des Gutachtergremiums, dessen Ablauf ein wenig an das Spanische Hofzeremoniell erinnert.

Letzten Endes sind sicherlich viele Bemühungen (lediglich) der Bürokratie geschuldet. Dennoch haben die Akkreditierungsagenturen ihre absolute Berechtigung, da sie für alle Beteiligten sicherstellen, dass ein Abschluss auch das wert ist, was er verspricht.

Tomás Bayón, Josef Schneider und ich sind mit einigen tapferen Wegbegleitern den steinigen Weg in Richtung „M.Sc. in Management Schwerpunkt Handelslogistik oder Dienstleistungsmanagement“ gegangen. Wir haben argumentiert, erklärt und geschwitzt. Derzeit sieht es richtig gut aus für einen erfolgreichen Studienstart im Februar 2014. To be continued…

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