„Because I’m happy….

…clap along if you feel like happiness is the truth.” Seit ich meine Master Thesis abgegeben habe, ist dieses Lied meine Hymne geworden. Von vorne: am 30.11.2013 war es soweit. Das Proposal musste fertig sein und ich war es auch irgendwie, weil ich bereits seit August an meinem Thema feilte. Doch die Arbeit an der Master Thesis ging doch gerade erst so richtig los. Ich fühlte mich wie David vor Goliath und es kam mir alles viel größer vor als ein „langes Assignment“, wie die Master Thesis meinem Kurs und mir vorher immer beschrieben wurde. Doch Jammern hilft ja bekanntlich nicht, also setzte ich mir das Ziel, im Januar fertig zu werden, obwohl der reguläre Abgabetermin der 31.03.2014 war. So entstand etwas Druck, die Thesis zügig abzuschließen, aber trotzdem hatte ich ein bequemes Zeitpolster.

Die Angst vor dem unüberwindbaren und trockenen Literaturteil entpuppte sich mit der richtigen Literatur sogar als spannend und äußerst hilfreich für die Behandlung meines Themas in der Unternehmenspraxis. So konnte ich ab Ende Dezember dann an der Erstellung meiner Fragebögen arbeiten für die qualitativen Interviews und diese im Februar mit einiger zeitlicher Verzögerung wegen Skifahrens abschließen (ja, solche Entspannungsphasen müssen sein). Jetzt ging die Thesis „nur“ noch an vier Korrekturleser und dann war’s das – dachte ich. Doch Anmerkungen wie „Versteh ich nicht.“, „Genauer erklären bitte.“, „Dieser Teil ist unübersichtlich.“, „Eine Grafik würde zum Verständnis beitragen.“ etc. brachten mich nochmal ins Schwitzen.

Als der Endspurt dann geschafft war, holte ich die fertig gebundene Masterarbeit mit zitternden Händen ab – bloß nicht mehr reinschauen und keine Flecken draufmachen – und fuhr direkt an die GGS. Wohlwissend habe ich mir für die „Zeit danach“ schon eine To-Do-Liste gemacht, damit ja keine Langeweile aufkommt. Und jetzt kommt’s: es gibt sooooo viel zu tun. Plötzlich habe ich mein Privatleben wieder, meine Hobbys, meine Familie, die ich wieder regelmäßig sehen und besuchen kann; Freunde, mit denen ich stundenlange Spaziergänge machen kann – und das ohne schlechtes Gewissen und die Master Thesis im Hinterkopf.

Ein Freund sagte einmal bei der Anprobe eines Talars (diese Roben, die man zur Graduierungsfeier trägt) zu mir, während ich noch an der Master Thesis schrieb: „Da musst du noch hineinwachsen.“ Das bin ich….and I clap along because I feel that happiness is the truth.

Master Thesis

 

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