Sergiev Posad

Nach einem „Late Breakfast“ um 9 Uhr (eine angemessenere Uhrzeit nach der langen Partynacht in zwei angesagten Clubs Moskaus…) haben wir uns mit dem Reisebus auf die 1,5 stündige Fahrt nach Sergiev Posad gemacht.

Dort angekommen haben wir uns die imposante Klosteranlage angesehen – die Kirchen- sowie Nebengebäude waren allesamt sehr eindrucksvoll verziert. Es war schon ziemlich kalt und wir waren doch sehr überrascht als es heftig zu schneien anfing. Allerdings war dies nicht störend, sondern führte uns nur wieder vor Augen, dass wir uns im kalten Russland mit anderen Klimaverhältnissen befinden. Zusätzlich war es auch einfach sehr schön und in diese Umgebung passend. 🙂

Berührend war für uns zu sehen, wie emotional und hingebungsvoll die russisch-orthodoxen Gläubigen in der Dreifaltigkeitskathedrale den Sergius-Schrein verehrt und geküsst haben. Die Stimmung wurde durch den Gesang dreier Frauen und des einstimmenden Priesters noch intensiviert und hat uns mit in den Bann gezogen.

Das Mittagessen nahmen wir in einem nahe gelegenen Restaurant ein und haben uns an den leckeren landestypischen Speisen erfreut. Dabei hatten wir die Möglichkeit mit zwei angehenden Mönchen zu sprechen und die Besonderheiten des russisch-orthodoxen Glaubens zu erfahren.

Im Anschluss fuhren wir zur nächsten Attraktion des heutigen Tages: Auf einer sogenannten Ecofarm wurde uns die Lebensweise und die Traditionen der Nomaden aus der Mongolei, Tschuktschen, Kasachstan und Kirgistan verdeutlicht. Es wurden uns die verschiedenen Zelte (Jurte und Chums) sowie deren Funktionsweisen erklärt. Auch hatten wir die Möglichkeit die Tiere auf der Ecofarm, wie Kamele, Yaks, Esel, Gänse und Ziegen, zu sehen oder wie manche sogar zu streicheln (wobei die Gänse recht offensiv waren…) 😉

Streicheln

Abgerundet wurde der Nachmittag von einer Tee-Zeremonie mit Leckereien (so etwas wie „russische Maultaschen“) und einer traditionellen Tanzeinlage begleitet von Trommeln.

Nach einer staubedingt (mittlerweile ganz normal für uns…) längeren Rückfahrt hatten wir den restlichen Abend zur freien Verfügung.

Nach 5 spannenden Tagen in Moskau können wir kaum glauben, dass wir uns morgen (seeeehr früh) schon auf den Weg nach St. Petersburg machen.

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