Let me take you to Rio

Ja, meine Sehnsucht nach Brasilien war groß und so war ich total aus dem Häuschen, als ich zusammen mit meinem Kurs MBA11 von unserer Kursfreundin Maria zu ihrer Hochzeit in Brasilien eingeladen wurde. 10 Personen überlegten nicht lange und buchten sofort Flüge nach Belo Horizonte. Die detaillierte Reiseplanung stand sehr schnell fest: wir wollten erst ein paar Tage in Belo Horizonte verbringen und danach für 5 Tage Rio anschauen. Ein paar mutige Männer schoben vorher noch einen Amazons-Trip ein – aber da hab ich zu viel Angst vor Tieren jeglicher Größe, Art und Farbe. Als es dann endlich losging nach Brasilien war ich sehr aufgeregt. Wie wird wohl alles werden, wie kommt die Gruppe miteinander klar, werden wir irgendwann einen Lagerkoller bekommen, was passiert bei Uneinigkeiten und vielleicht Streitereien? Und sagen die beiden überhaupt ja zueinander?

Da wir in Kleingruppen auf unterschiedlichen Wegen angereist sind, haben wir uns alle am Abend 2 Tage vor der Hochzeit zum ersten Mal in Belo Horizonte getroffen. Die Suche nach einer offenen Caipirinha Bar an einem Donnerstag um 0 Uhr verlief leider erfolglos und so machten wir es uns auf der Straße mit einigen Bierchen gemütlich und feierten den Geburtstag von Timo Storz – ein guter Start. Am nächsten Tag machten wir eine Wander- und Sightseeing-Tour durch Belo Horizonte und am folgenden Tag fand die Hochzeit statt. Wer hier eine durchgeplante und organisierte Veranstaltung erwartet, täuscht sich. Es wird improvisiert und es geht chaotisch zu, aber man hat immer was zu essen, zu trinken, zu lachen und vor allem tanzt man und genießt die einmalige Zeit. Als deutsche Gruppe standen am Abend vor allem unsere Männer bei den Brasilianerinnen hoch im Kurs und wir hoffen alle, dass das für einige nicht die letzte Reise nach Belo Horizonte war.

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Mehr oder weniger ausgeschlafen flogen wir dann am nächsten Tag nach Rio, wo uns Reiseführer Walter begrüßte. Die nächsten Tage machten wir Rio zu Fuß unsicher – tagsüber beim Sightseeing mit Corcovado und Cristo Rei Statue, Zuckerhut, historischem Zentrum, Maracana-Stadion und abends in diversen Churrascarias (typisch brasilianische all-you-can-eat Fleisch-Restaurants). Hier konnten sowohl Männer als auch Frauen zeigen, wie viel Fleisch man an einem Abend essen kann. Zum Klassiker entwickelte sich eine bestimmte Caipirinha-Bar an der Copacabana für den traditionellen Absacker. Dass es hier nie bei einem Caipirinha blieb, ist sicherlich keine Überraschung. Die Entspannung durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen und so machten wir es uns 2 Tage am Ipanema Strand gemütlich und beobachteten abends auf dem berüchtigten Arpoador Felsen den Sonnenuntergang.

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Einige forderten ihr Glück sogar derart heraus, dass sie sich in die starken Fluten stürzten und etwas zu weit raus trauten. Da wäre dann beinahe noch der frisch angetraute Ehemann verloren gegangen. Am letzten Abend gingen wir essen, trinken und tanzen – alles unter einem Dach im Rio Scenarium.

Ich bin immer noch nicht richtig in Deutschland angekommen…es war eine wunderschöne, turbulente, spannende und entspannende, gemütliche und rasante und vor allem lustige Woche mit 10 Personen, die mir nicht nur während des gemeinsamen MBA-Studiums sehr ans Herz gewachsen sind. Wir haben uns zu einer richtig tollen Freundes- und Reisegruppe entwickelt und sind bereits in den Planungen für die nächste gemeinsame Reise, vielleicht nach Abu Dhabi und Asien? Wir werden sehen…übrigens haben die beiden selbstverständlich ja gesagt :).

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